Eigentlich ein wenig zu früh um einen Jahresrückblick zu starten.
Aber wenn ich die Adventskalender und Schoko-Weihnachtsmänner in den Regalen sehe, frage ich mich was hier eigentlich früh ist.

Im Moment ist die Zeit sowieso ein Faktor, den ich so gar nicht verstehe.
Morgens stehe ich auf und Abends falle ich wahnsinnig kaputt ins Bett und habe doch nur vielleicht gerade mal 2 Punkte meiner tollen To-Do-Liste geschafft. Ich liebe diese Listen.
Ich liebe es, durchzustreichen oder abzuhaken, aber im Moment passiert weder das eine noch das andere, statt dessen kommen neue Punkte dazu.
Wie vielleicht der ein oder andere mitbekommen hat, bin ich dabei mich selbstständig zu machen.

Es ist stellenweise unbegreiflich, wie man Menschen, die doch eigentlich nur das machen wollen was sie lieben,
mit so viel Papierkram ärgert.
Wenn ich aber länger darüber nachdenke, denke ich mir, dass es vielleicht ein Motivationstest ist.
Viele planen aus der Laune heraus und stehen dann plötzlich da und wundern sich, wie schwer das alles doch ist.
Meine Motivation bleibt und ich will das weiterhin unbedingt.

In den letzten Monaten habe ich so unglaublich viel gelernt, was ich mir letztes Jahr nicht mal annähernd zugetraut hätte.
Ich habe mich selber besser kennengelernt und bin mit allen Fehlern die man zu Anfang macht und den Niederlagen, wenn man doch schon wieder was falsch ausgefüllt hat, gewachsen.
Schritt für Schritt komme ich meinem Ziel näher.

Dieses Jahr war kein einfaches.
Ich glaube so viele Niederlagen, Höhen und Tiefen habe ich noch nie wegstecken müssen.
Beruflich, aber leider auch privat.
Zu merken, dass alles anders wird, macht einem eine scheiß Angst. Zu merken, dass man zu sehr gehofft hat, unendlich traurig.

Durch Lennox der Anfang Juli bei mir einzog, blieb Gott sei Dank keine Zeit um unendlich lange traurig zu sein.
Denn Lennox war alles andere als traurig, er war voller Energie, ziemlich neugierig und wahnsinnig anstrengend.
Ob es clever war sich gerade in dieser Zeit einen Hund zu holen, wo man sich doch eigentlich mehr auf sein Leben und die geplante Selbstständigkeit konzentrieren sollte ?
Ja, es war die beste Entscheidung !

Gerade in so einer Zeit, wo sich das komplette Leben mal eben so um 180 Grad gewendet hat, braucht man Freunde mit starken Nerven, Eltern mit viel Geduld und was ziemlich niedliches an seiner Seite!
Ich bin froh, dass ich das alles habe.
Gestern bin ich aus 3 Tagen Kurzurlaub mit meinen Eltern gekommen.
Es tat unendlich gut, einfach mal raus zu kommen und den Kopf wenigstens für 3 Tage mal abschalten zu können.

Jetzt bin ich wieder voll mit Energie für die nächsten Behördengänge und wenn man möchte, dass ich noch weitere 1000 Blätter ausfülle, dann tue ich das. Weil ich das was ich tue liebe und ich einfach die beste Rückendeckung habe, die ich mir wünschen kann!